Eisregen
Abart



1. Am Abgrund

Ich bin sie leid
Diese vorgetäuschte Menschlichkeit
Sie entspricht mir nicht

Ich hab' es aufgegeben
Ein guter Mensch zu sein
Und in diesem Scheitern
Bin ich nicht allein

Hier sind so viele
Genau wie ich
Und den Rest der Welt
Brauchen wir - nicht

So lasst uns nun am Abgrund steh'n
Gemeinsam hier zugrunde geh'n
Ein Blick noch, ein Schritt noch,
Ein Blick zurück, ein Schritt nach vorn
So können wir das Ende seh'n

Und die Dunkelheit
Ich hab' sie immer so geliebt
Weil sie mich vom Licht befreit
Und mir Schutz und Zuflucht gibt

Mein Leben - muss enden
Mein Leben endet heute Nacht
Das Schicksal hat mich im Mondlicht
Hier her gebracht

So lasst uns nun am Abgrund steh'n
Gemeinsam hier zugrunde geh'n
Ein Blick noch, ein Schritt noch
Ein Blick zurück, ein Schritt nach vorn
So können wir das Ende seh'n

Ein Blick noch, ein Schritt noch
Ein Blick zurück, ein Schritt nach vorn
So können wir zugrunde geh'n

So steh'n wir hier
Und schau'n uns in die Augen
Obwohl hier viele sind bin ich ganz allein
So war es immer schon
Ich bin in mir gefangen
Und nur der Tod - kann mich befrei'n

Die Nacht - ich trag sie tief in mir
Und werde nun - endlich - ein Teil von ihr
Und die Nacht soll meine wahre Mutter sein
Hält mir die Hand und lässt mich nicht allein
Und der Tod trägt mich fort
Auf seinen Armen wie ein Vater - ins Nichts

Und diese Welt soll unter geh'n
Der Tod macht jeden Menschen schön
Kein Blick mehr, kein Schritt mehr
Kein Blick zurück, kein Schritt nach vorn
Und nur der Abgrund bleibt besteh'n


2. Ich und mein Bolzenschussgerät

Ein neuer Tag bringt neue Lügen
Neue Menschen, die mich betrügen
Die mir nur ihre Scheiße erzählen
Mich mit ihrem Wahnsinn quälen

Die Straßen voll von menschlichem Dreck
Leben ohne jeglichen Zweck

Ich hab zu lang die Augen verschlossen
Ab heute wird zurück geschossen

Ich werde aufsteh'n und sie richten
Nach und nach ihre Reihen lichten
Es ist dafür noch nicht zu spät
Ich nehm' mein Bolzenschussgerät

Ich hab zu lang die Augen verschlossen
Ab heute wird ihr Blut vergossen

JA! Jetzt wird angeklopft
JA! Mit einem Bolzen - direkt in den Kopf

Einer muss halt die Drecksarbeit machen
Und so lass ich es richtig krachen
Häng die Leichen in den Straßen auf
So nimmt die Wahrheit ihren Lauf

Schaut sie euch an -
Von einem kranken Volk gewählt
Ob Frau, ob Mann -
Von mir zu Tode gequält
Mit ihrem Blut - schreib ich Geschichte neu

Wir schuften von früh bis spät-
Ich und mein Bolzenschussgerät

Und heute Nacht -
Komm ich auch zu dir
Betret dein Leben -
Durch die Hintertür

Stehe neben deinem Bett
Und schau dich an
Wie du dort schläfst
Friedlich wie ein Lamm

Und dann setze ich mein Bolzenschussgerät
Exakt mittig genau auf deine Stirn
Du erwachst und ich krümm den Finger
Der kalte Stahl rast direkt in dein Gehirn
Das dritte Auge schenk ich dir heut Nacht
Musst mir nicht danken,
Ich hab das gern gemacht


3. Im blutroten Raum

Endlich bist du bei mir
Ich bin so froh, dass ich dich fand
Wenn gleich der Mond aufgeht
Halt ich dir die Hand - und...

Hör nur wie es singt
Dein kleines Herz
Ich spür - den Klang ganz tief in mir
Ich fühl mich wie im Traum
Hier, im blutroten Raum

Hab dich mein Leben lang vermisst
Jetzt im Moment fühl ich mich gut
Ich weiß nicht ob das Liebe ist
Oder die Freude auf dein Blut
Ich kann es in den Adern seh'n

Schau nur wie es pumpt
Dein kleines Herz
Ich spür- den Rausch
Ganz tief in mir
Ich lebe meinen Traum
Hier, im blutroten Raum

Spürst du wie die Zeit still steht
Hier bei mir
Du schreist - mich an
Erfüllt von Hass
Der Morgen wird nie Grau'n
Hier, im blutroten Raum

Sie suchen sicher schon nach dir
Doch niemand - vermutet dich bei mir

Von allem Irdischen will ich dich befrei'n
Ich schenke mir dein Leben ein
Schneide dich auf, blute dich aus
Rot, rot, rot - färbt sich das Haus

Werde noch taub von deinem Geschrei
Damit muss ich leben
Bald ist es vorbei
Als du noch still warst
War es viel besser
Doch nun spürst du
Das Sägemesser
In deiner Brust

Wo es nicht mehr
Für mich schlägt
Dein kleines Herz
Mir fehlt - sein Klang
Und es wird still
So endet heut' dein Traum
Hier, im blutroten Raum

Spürst du wie die Zeit vergeht
Hier bei mir
Ich schau - dich an und lache laut
Dein Leib wird dunkelbraun
Hier, im blutroten Raum


4. Lebendköder

Alles endet... im Blut - wie es begann

So viele Jahre sind vergangen
Seit jener Nacht als meine Liebe starb
Meine Frau war mein Leben

Du hast sie mir genommen - ihre Kehle - zerfetzt
Und ihr Blut gesoffen wie ein wildes Tier
Bis ihre Augen brachen
Hielt ich sie in meinen Armen
Und meine Menschlichkeit verstarb mit ihr
An ihrem Grab schwor ich Rache
Jener Bestie dort draußen in der Nacht

Und die Jagd begann
Durch viele Länder führte mich die Spur aus Blut
Bis ich dich endlich fand
In jenem Schloß dort oben auf dem Hügel
Hat man dich zuletzt geseh'n, ich bin bereit für dich

Und ich hab dir etwas mitgebracht
Eine schöne, reife Frau, sie soll mein Lebendköder sein
So jung und voller Blut, so wunderschön
Und ganz für dich allein, ein Körper, warm und rein

Ich öffne ihre Adern
Ich kenne nicht mal ihren Namen
So ist des Lebens lauf

Ich will nur eins: meine Rache
Und das Leben einer jungen Frau
Nehme ich dafür in Kauf

Die Schreie und der Blutgeruch -
Der Abendwind trägt beides hoch bis zum Schloss
Das Sonnenlicht erstirbt, macht Platz für die Nacht
Und etwas - dort oben - in der Dunkelheit - erwacht

Flügelschlag - du rast heran
Die Gier nach Blut verzerrt dein Gesicht zur Fratze
Ich erkenne jene Bestie
Die mir meine Frau einst nahm
Und die mir - bis heute - entkam

Du säufst das Blut
Nimmst dir meinen Lebendköder
Und ich schleiche mich von hinten an dich ran

Dann treibe ich dir den spitzen Pfahl
Durch den Rücken in den Leib bis in dein Herz
So hart wie ich nur kann

Ein Schrei zerreißt die Nacht
Bis deine Lungen - zerfallen zu Staub - und vergeh'n
Nichts ist für die Ewigkeit
Nichts bleibt von dem was du einst warst
Und von dir - besteh'n


5. Dem Menschsein so fern

Sag mir, mein Mütterlein
Warum du traurig bist
Schaust mich an und senkst den Blick
Mit Tränen im Gesicht
Sag mir, mein Mütterlein
Warum hasst du mich so sehr
Ich bin dir treu und liebe dich
Dein Sohn in dunkler Zeit

Das was ich bin, das was in mir erwacht
Kann es nicht leugnen, es ist ein Teil von mir

Ich spüre keine Reue
Wenn ich ein Leben nehme
Erst wenn das Blut spritzt
Fühl ich mich dem Leben nah
In mir brennt die Dunkelheit
Bin dem Menschsein fern

Sag mir, mein Mütterlein
Warum du schweigst
Schaust mich an und siehst das Blut
Es läuft mir vom Gesicht

Und doch, mein Mütterlein
Ich bleib auch jetzt dein Sohn
Selbst wenn ich morde
Bin ich dein Fleisch und Blut
Und meinen Vater - hab ich nie gekannt
So begann die Reise - durch das Schattenland

Ich suchte ihn in 1000 Dörfern
Nirgendwo fand ich seine Spur
Ich weiß nicht mal, wo nach ich suche
Ich kenne seinen Namen nicht
Weil Mutter - niemals - von ihm spricht

Und hier draußen in den Wäldern
Bin ich dem Menschsein so fern wie nie zuvor
Nur der Leichenmond - wacht über mich
Und ich schau aus roten Augen
Stolz zu ihm empor

Und in dieser Finsternis
Tief im Wald von Eis bedeckt
Traf ich meinen wahren Vater
Sein Name lautet - Tod

Und nun, mein Mütterlein
Wirst du ewig leise sein
Die Augen starr und kalt
Blut läuft dir vom Gesicht
Denn heut', mein Mütterlein
Endlich kam der Vater heim
Er brach dir das Genick
Im letzten Sonnenlicht

Und dann - nahm er meine rechte Hand
Und dann - sah er mich ganz lange an
Küsste mich auf die Stirn, ganz sacht
Und ich folgte ihm in die ewige Nacht


6. Schöner sterben

Jeder neue Tag spuckt dir ins Gesicht
Der Lebenswille fort, es bleibt nur Schattenlicht
Von Gram gebeugt schleppst du dich voran
Und kommst - nirgendwo - jemals an

Ich kann dir helfen, mein Freund
Ich hab die Lösung - für alle deine Sorgen
Jetzt zu geh'n - ist gar nicht schlecht
Schön zu sterben - ist dein gutes Recht

Dein Leben - war grausam - hat dich gebrochen
Du hast immer nur ganz kurz am Glück gerochen
Und unter Schmerzen hast du es schnell gelernt
Die schönen Dinge sind für dich
Unerreichbar weit entfernt

Jetzt zu geh'n ist gar nicht schlecht
Schön zu sterben ist dein gutes Recht
Lass dir nicht sagen, dass es anders ist
Dann sei ein schöner Tod - dir gewiss

Sag einfach "Ja" - zu mir
Dann bleibe ich bis zum Ende hier bei dir
Lösch deine Flamme, nehm' dir die Seele fort
Und bringe dich an einen bess'ren Ort

Schau welch ein Wunder
Hab ich für dich vollbracht
Die Mittagssonne -
Scheint um Mitternacht

Dann geht sie unter
Du machst die Augen zu
Alles geht, alles stirbt
Und die findest endlich Ruh'

Die Dunkelheit ist gar nicht schlecht
Tot zu sein ist dein gutes Recht
Und von jetzt an, so sei es dir gewiss
Das wirklich alles aus und zu Ende ist

Und die Sonne - sie scheint nie mehr


7. Hinterland

Man schreibt das Jahr 1660
Bei uns wird jede Nacht zum Tag
Weil auf dem Marktplatz Frauen brennen
Als Beute uns'rer Hexenjagd

Hört nur - wie sie schreien
Junge Körper durch Feuer gereinigt
Lichterloh im Flammenschein
Soll der Tod die Erlösung sein

Und der Papst hat mich bestimmt
Ich bin jetzt Gottes rechte Hand
Der jungen Frauen das Leben nimmt
Das Gesetz im Hinterland

Feuer! Lasst sie brennen
Feuer! In Flammen steh'n
Feuer! Der Sünder Fleisch
Feuer! Soll zugrunde geh'n

Wenn ich eine Frau nicht mag
Wird zu Asche sie verbrannt
So läuft der Hase hier bei uns
Bei uns im Hinterland

Hinterland - HINTERLAND!

Drum schöne Magd, sei mir zu Willen
Du weißt was sonst mit dir geschieht
Ich will doch nur meine Lust and dir stillen
Bevor dein Leib in der Nacht verglüht

Sie glauben mir, wenn ich es sage:
Du hast die Ziege auf den Arsch geküsst
Sie stellen keine weit're Frage -
Du hast auf unser Kreuz gepisst!

Feuer! Lasst sie brennen
Feuer! In Flammen steh'n
Feuer! Der Sünder Fleisch
Feuer! Soll zugrunde geh'n

Und weil ich dich nicht mag
Wirst zu Asche du verbrannt
So läuft der Hase hier bei mir
Bei mir im Hinterland

HINTERLAND!


8. Rasierfleisch

Ich bin ein Mann von Welt
Mit erlesenem Geschmack
Der keine Lügen dir erzählt
Und der schöne Dinge mag

Hab es zu oft probiert
And're Menschen mag ich nicht
Nur auf den Körper reduziert
Reicht mir ein schönes Angesicht

Damit es glänzt im Lichterschein
Cremt sich das Fleisch ganz zärtlich ein
Riecht so frisch, sauber und rein
So soll es mir zu Willen sein

Es liegt da
Ein Wunsch wird wahr
Ich hör - wie es schreit
Für mich - allein...

Und so führ' ich die Klinge
Über den schweißnassen Leib
Damit kein Härchen mehr
Störend an ihm bleibt

Ich bin ein Mann mit Geld
Mit höchst perversem Geschmack
Jemand, der sich nicht verstellt
Und der kranke Dinge mag

Für mich zum Zeitvertreib
Ein schöner, glatter Leib
Will dich komplett rasieren
Dein Fleisch zur Sache degradieren
Und deine Würde ausradieren

Du liegst da -
Mein Wunsch wird wahr
Ich hör - wie du schreist
Für mich - allein...

Und so führ ich die Klinge
Über den schweißnassen Leib
Damit kein Härchen mehr
Störend an mir reibt

Du bist - Rasierfleisch
Du bist - mein
Habe dich erschaffen
Ich - ganz allein

Ich werde deine Haut entfernen
Damit kein Haar mehr wachsen kann
So wirst du noch viel schöner werden
Für den Rasierfleischmann


9. Abart

ABART

Abseits vom Mainstream

Wir weichen ab
Von der Norm
Jeglicher Ethik
Und Moral
Meilenweit entfernt
Vom Durchschnitt
Entartet - und stolz darauf!

Diese Welt ist wunderschön
Ihr müsst sie nur
Durch uns're Augen seh'n

Und diese Welt
Braucht keine Menschen
Denn für das wahre Leben
Ist die Menschheit
Nur eine...

ABART


10. Schmutzliebe

Es ist, wie es ist
Wie es immer schon war
Die Welt ist sehr krank
Doch ich komm damit klar
Ich nehme nur das, was mir gebührt
Egal wohin die Reise mich führt

Meine Beziehung zu Frauen
Ist schon sehr speziell
Durch das, was ich brauche
Endet es immer recht schnell

„Ich tue alles für dich"
Hat man mir so oft gesagt
Doch schon kurz danach
Wurde ich fort gejagt

Und nun sitzt du hier
Schaust mich aus treuen Augen an
Du lächelst so nett
Und hältst verliebt meine Hand

Ich bin erregt
Und die liegst ganz still
Hab dich eben betäubt
Weil ich sicher sein will

Die Nacht soll mir gehören
Niemand wird mich dabei stören
Will meine Welt dir offen legen
Und deinen Leib mit Dreck verkleben

Staub, Schmutz, Schmiere und Schleim
Hol ich nun zu uns rein
Den Brei misch ich mit Bier -
Und verteil ihn auf dir

Ich liebe Schmutz - Schmutz auf deinem Leib
Ich liebe Dreck - wenn ich mich an dir reib'
Ich liebe Schmutz - Schmutz auf deinem Gesicht
Und den Mensch darunter - den lieb ich nicht

Die Haut komplett bedeckt
Alles starrt vor Dreck
Dein schöner Leib
Trägt ein stinkendes Kleid

Ich liebe Schmutz - Schmutz auf deiner Haut
Ein Körper im Müll - mir nah und so vertraut
Ich liebe Schmutz - Schmutz auf deinem Gesicht
Und den Mensch darunter - den brauch ich nicht

Nur den Schmutz....


11. Totkörperkunst

Bevor dich die Zeit hässlich macht -
Zeig mir deinen Körper!

... und er ist schön, so schön ist dein Leib
Viel schöner noch wär' wenn das immer so bleibt
Ich helfe dir dabei, ich bin für dich bereit
Nehme dir die Angst und schenke dir die Ewigkeit

Meine Hände hat Gott mir gegeben
Sie richten das Fleisch, entfernen das Leben
Versiegeln die Haut, bewahren den Schein
Was von dir bleibt, wird für immer so sein

Man sagt, die Zeit - heilt alle Wunden, doch sie lügen
Nur ich, ganz allein, hab den wahren Weg gefunden

Und er ist schön, so schön ist dein Leib
Viel schöner noch wär, wenn er immer hier bleibt
Erst mach ich dich haltbar dann reih' ich dich ein
Du wirst bei den ander'n für immer hier sein

Und nur ich - kann dich sehen
Denn die Welt ist nicht bereit
Meinen Weg zu gehen

Das Leben an sich wird überschätzt
Es ist nicht wichtig, hat keinen Wert
Für einen Augenblick, da bist du schön
Und dieser - Moment - wird schnell vergeh'n

Denn die Zeit macht dich kaputt
Nimmt dir deine schöne Hülle
Und den Geist, der sie beseelt
Die Hülle jedoch, die kann ich retten
Und den Geist entfernen, der sie quält

Wie du jetzt bist, so wirst du für immer sein
In deiner vollen Blüte steh'n, hier im Lichterschein
Und ein zartes Lächeln
Ziert dann für immer dein Gesicht
Ich werd es für dich schaffen
Denn selbst Gott kann das nicht

Zu - Totkörperkunst - sollst du werden
Dies sein dein Sinn und Zweck, hier auf Erden
Totkörperkunst - wird nie vergeh'n
Die Zeiten überdauern und die Menschheit übersteh'n

Still liegst du da, dein Leben - entschwindet
Stirbst an einer Überdosis, bis der Tod dich findet
Und der Atem - verlässt dich für immer
Schließe deine Augen und geb' dir einen Kuss
Ich nehme dann das Skalpell in die Hand
Setz es an und öffne deine Brust

Weiche, weiche - Innenleben
Blut und Eingeweide - sollst du mir geben
Alles, was stinkt, muss raus aus dir
Den Glanz der Ewigkeit schenke ich dafür

Erst wenn ich alle Wunder an dir getan
Schau ich dich - in Ruhe an

... und er ist schön, so schön ist dein Leib
Und das Beste daran, dass er immer so bleibt
Ich half dir dabei, ich war für dich bereit
Nahm dir die Angst und schenkte dir die Ewigkeit

Durch meine Hände, die Gott mir gegeben
Vollbrachte ich Wunder, entfernte dein Leben
Polierte die Haut, bewahrte den Schein
Was von dir bleibt, wird für immer so sein

Und nur ich - ich allein kann dich sehen
Denn die Welt ist nicht bereit
Meinen Weg zu gehen

... und du bist schön, du bist nur ein Leib
Die Seele ging fort, das ist alles, was bleibt
Ich machte dich haltbar und reihte dich ein
Du wirst bei den and'ren für immer hier sein

Und nun endet es - auch für mich
Meine irdische - Existenz muss für immer weichen
Ich werde mich präparieren
Werde eins - mit meinen schönen Leichen

Die Maschinen - warten nur auf mich
Hab die Computer alle programmiert

Das Leben geht, mein Herz zerbricht
Nur meine Hülle wird konserviert

Dies sei mein Wille, ich bin bereit
Totkörperkunst - für die Ewigkeit

Hier unten will ich auf euch warten
Ohne Licht, ohne Leben -
In der Dunkelheit...


1. Die Rückkehr der Elektro Hexe

Vor fast zwanzig Jahren
Da bin ich verreckt
Doch Facebook, Insta, Tic Toc
Haben mich wieder erweckt

Diese Band aus Thüringen
Schrieb ein Lied über mich
Ich hab es angehört
Und ich mag es - nicht

Hey hey hey - ich bin wieder da
Hey hey hey - habt ihr mich vermisst
Hey hey hey - nichts ist wie es mal war
Hey hey hey - nicht was jetzt besser ist

Hast du einen Riesenschaden
Warst du früher- pervers
Heut jedoch gilt das als schön
Und du bist - divers

Du kannst dich selbst bestimmen
Das macht alles keinen Sinn
Ich bin mir nicht mal sicher
Ob ich Hexer oder Hexe - bin

Hey hey hey - ich bin wieder da
Hey hey hey - habt ihr mich vermisst
Hey hey hey - nichts ist wie es mal war
Hey hey hey - nicht was jetzt besser ist

Früher hatten Männer Bärte
Und Frauen eben nicht
Du erkennst kaum mehr wer vor dir steht
Nicht mal am Gesicht

Manches Wort darf man nicht sagen
Und wehe dem, der es laut spricht
Ich weiß nicht mal, wer das bestimmt
Des Volkes Mehrheit sicher - nicht

Hey hey hey - ich bin wieder da
Hey hey hey - habt ihr mich vermisst
Hey hey hey - nichts ist wie es einst war
Hey hey hey - und ich bin angepisst
Hey hey hey - nichts was ich wirklich mag
Hey hey hey - ich will zurück ins Grab
Hey - hey - hey - ach scheiß doch drauf
Hey - hey - hey - ich häng mich lieber - auf


2. Elektro Baba Yaga

Hey - hey - hey
Hey - hey - hey

Vor fast zwanzig Jahren
Da bin ich verreckt
Doch Facebook, Insta, Tic Toc
Haben mich wieder erweckt

Diese Band aus Thüringen
Schrieb ein Lied über mich
Ich hab es angehört
Und ich mag es - nicht

Doch ich bin wieder da!
Hey - hey - hey - Elektro Baba Yaga
Hey - hey - hey - pervers und angepisst
Hey - hey - hey - Elektro Baba Yaga
Den Stiel zwischen den Beinen
Auch wenns nicht meiner - ist

Früher hatten Hexer Bärte
Und Hexen eben nicht
Du erkennst kaum mehr wer vor dir steht
Nicht mal am Gesicht

Fotzen oder Schwänze -
Für jeden was dabei
Wechseln kannst du täglich
Fühl dich modern und frei

Hey - hey - hey - Elektro Baba Yaga
Hey - hey - hey - pervers und angepisst
Hey - hey - hey - Elektro Baba Yaga
Den Stiel zwischen den Beinen
Auch wenns nicht meiner - ist


3. 1000 tote Nutten 2024

Lyrics in plain text format



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